Čeferin boykottiert WM-Finale: Streit um Balogun-Entscheidung eskaliert

Der Europäische Fußball-Verband und die Fifa geraten zunehmend aneinander. Im Zentrum des Konflikts steht eine kontrovers bewertete Entscheidung rund um den Spieler Balogun, deren Aufhebung für erhebliche Verstimmungen gesorgt hat.
Uefa-Präsident Aleksander Čeferin war beim WM-Finale in Katar bemerkenswert abwesend. Nach Informationen deutet vieles darauf hin, dass der slowenische Funktionär seinen Verzicht auf die Teilnahme als klares Signal gegen die umstrittene Balogun-Entscheidung nutzte. Der europäische Dachverband sieht darin offenbar eine grundsätzliche Verletzung seiner Kompetenzen durch die Fifa.
Die Affäre um die Aufhebung der Sperre zeigt die bestehenden Spannungen zwischen den beiden Verbänden deutlich auf. Während die Fifa ihre Handlung als korrekt darstellt, wertet Čeferin dies als Einmischung in europäische Angelegenheiten. Die Abwesenheit des Uefa-Chefs beim Finale war daher weniger eine zufällige Abmeldung, sondern eher eine bewusst gesetzte Geste des Protests.
Es zeichnet sich ab, dass der Streit zwischen Infantino und Čeferin noch weiter an Schärfe gewinnen könnte. Die unterschiedlichen Sichtweisen auf internationale Zuständigkeiten und die Handhabung von Spielersperren werfen grundsätzliche Fragen zur künftigen Zusammenarbeit beider Institutionen auf.
Quelle: www.t-online.de



